Hallo Ihr Lieben,
wir wachen heute im Dschungelgrün am Fluss auf und frühstücken erstmal ausgiebig. Die französischen Einflüsse machen sich gleich bemerkbar: Es gibt Croissants und die Bonne-Maman-Marmelade. Keine Spur von Lärm, wir kommen mit geschlossenen Augen über jede Straße. Nach dem hektischen Hanoi ist Luang Prapang Entschleunigung pur, was bei 36 Grad im Schatten ohnehin ratsam ist. Ich machte heute alles im Schneckentempo, da ich mir nachts von der kalten Klimaanlage eine Erkältung geholt habe. Ich habe natürlich meine vollständige Genesung schon beim Universum bestellt und nutze den Regenschirm als Sonnenschirm sowie den Fächer vom Wiener Opernball für die Frischluftzufuhr;-).
Geld habe ich auch wieder mit meiner Zauberkarte am Automaten gezogen – es gibt hier laotische Kip (LAK), Umrechnungskurs ist 1:10.000 – mein Millionärsdasein hat jetzt zwar wieder ein Ende, aber weiß, vielleicht habe ich ja in Deutschland den Eurojackpot geknackt....
Aber nun zu Luang Prabang: Zuerst haben wir heute das Nationalmuseum mit einem wunderbaren Tempel und dem ehemaligen Kaiserpalast besucht. Alles strotzt hier vor Anmut und Pracht, umgeben von gepflegten Gärten. Ich konnte mich nach dem Schmutz Vietnams gar nicht satt sehen. Wir haben stehende, liegende, sitzende Buddhas gesehen, Segnende, Betende, Meditierende und welche, die sich ins Nirwana gebetet haben, ebenso wie Mönchsnovizen im Kloster, die ihren Alltag meistern. Sie sprechen nicht ganz so gut Englisch wie die in Myanmar, aber um einfache Fragen zu beantworten, reicht es. Vieles erinnert mich hier an Mynamar: die Pracht ist nicht ganz so ausgeprägt, die Armut aber ebenso wenig. Es ist alles mehr im Gleichgewicht. Die Schrift ist nicht mehr lateinisch, sodass ich überhaupt nichts verstehe, aber natürlich habe ich „ Hallo“ (Sabadabi) und „ Danke“ ( Kop tschei) auch hier gelernt, denn selbst diese Sprachbrocken zaubern den Menschen ein Lächeln ins Gesicht. Am Abend haben wir einen Kochkurs mitgemacht und zwei verschiedene Speisen gekocht: Ich habe ein leckeres Fisch- und Hühnchengericht gekocht, was ihr dann in Deutschland serviert bekommt. Es schmeckt ähnlich wie Thailändisches Essen. Ich habe es hier Ewa serviert, da sie den Knöchel verstaucht und Poitr sich gestern den Magern verdorben hat. Aber Mitmachen ist alles: Selbst unser Banker Peter stand heute mal kurz am Herd, ein sehr ungewöhnliches Bild, da er die asiatische Küche nicht mag und sich die meiste Zeit von Keksen ernährt (hat einen halben Koffer davon eingepackt;-)). Auch ich habe mich wacker geschlagen, bei 36 Grad Außentemperatur am Gasherd – nichts für Warmduscher! Jaja, auf Reisen wächst man halt über sich selbst hinaus;-)






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