Dienstag, 25. März 2014

Hue: Auf Sendung im vietnamesischen TV


Hallo Ihr Lieben,
nach einer herrlichen Nacht in einem Prinzessinnenbett brachen wir heute mit der Rikscha zur Zitadelle mit der verbotenen Stadt auf. Das ist der Sitz der Kaiser (und auch ihrer Kurtisanen;-)) gewesen. In diesem Gefährt haben wir den Straßenverkehr hautnah mitbekommen – Adrenalinstoß inklusive. Vor den Toren der Zitadelle fand gerade eine Wachablösung statt. Das ist eine alte Zeremonie aus der Zeit der Kaiserherrschaft und erinnert ein bisschen an das Spektakel vor den Toren Vatikans. Dazu habe ich euch einen Clip aufgenommen.
Doch mein persönliches Highlight des Tages erwartete mich in der verbotenen Stadt, die gerade mit UNESCO-Geldern restauriert wird. Heute wurde ein frisch restaurierter Dachabschnitt unter großen Medienspektakel für die Besucher frei gegeben. Und ausgerechnet ich wurde für das erste vietnamesische Staatsfernsehen interviewt, auf Engisch, da mein Vietnamesisch noch nicht für öffentliche Auftritte reicht;-). Das war eine Gaudi – für beide Seiten. Die vietnamesischen Reporter ließen sich mit uns fotografieren und wir mit ihnen. Neben den historischen Fakten (2 von 13 Kaisern wurden vergiftet, die meisten waren Marionetten der französischen Regierung) faszinierte mich vor allem, dass Schulklassen und Studenten das Weltkulturerbe in ihren Uniformen stürmten. Die Studentinnen waren eine Augenweide. Danach haben wir die Thien Mu Pagode (=Pagode der Himmelskönigin) besichtigt, wo heute noch Mönche und Waisenkinder leben. Die Gartenanlage ist sehr gepflegt, allerdings gab es wenig Schatten, sodass die Schuhsohlen uns davon schmolzen. Denn heute hatte es auch in Hue 35 Grad. Was hinzukam, war der ohrenbetäubende Lärm der Zikaden (siehe Foto mit der Hand), die 70 bis 80 Dezibel produzieren.
Abkühlung brachte erst eine Drachenbootsfahrt auf dem Parfümfluss, der seinen Namen daher hat, weil bestimmte Blütenpollen über das Wasser fliegen, die einen betörenden Duft absondern. Nach diesem strammen Programm haben wir uns von Hue verabschiedet und sind nach Hanoi geflogen. Der Flug dauerte eine knappe Stunde. Leider sind 3 Koffer kaputt gegangen, sodass sich durch die Reklamation unsere Fahrt zum Hotel verzögerte. Aber niemand hat sich beschwert, denn unsere Gruppe hat das Motto: Einer für alle, alle für einen.Am Abend sind wir in Hanoi noch ausgegangen: Einen Riesenlacher gab es als Ewa und Regina Steak mit Pommes frites bestellt und Rindergeschnetzeltes mit Baquette bekommen haben, aber wir arbeiten an der weltweiten Völkerverständigung kontinuierlich weiter;-)



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