Sonntag, 23. März 2014

Hoi An: Büffelsurfen und Laternenschnüffeln


Hallo Ihr Lieben,
Hoi An – zu Ho Chi Minh Stadt ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ihr werdet es nicht glauben: Uns fehlen die Mopeds, die klebrige Hitze und der Lärm aus Saigon. Hier im Zentralvietnam ist von Hitze (und das auf allen Ebenen) keine Spur. Nur wenige Menschen und Mopeds findet man den Straßen, die Temperaturen liegen "nur" bei 25 Grad. An diesen Wechsel müssen wir uns erst gewöhnen. Dafür lernen wir heute gaaaanz viele Sachen, da wir bei einer Bauersfamilie zu Gast sind, die uns im Reisanbau unterrichtet. Und das ist Schwerstarbeit, für uns Touris natürlich eine Gaudi. Trotzdem werde ich jetzt beim Reisessen in Zukunft andere Bilder vor Augen haben. Wusstet ihr eigentlich, dass jeder Vietnamese pro Jahr durchschnittlich 150 KG Reis verdrückt und der Deutsche gerade mal 3 KG....beim Alkohol in Litern ist es wahrscheinlich umgekehrt;-)
Zurück zum Reisanbau: Zunächst heißt es Acker wässern, dann mit dem Ochsen Acker pflügen, Saat auslegen, 2-3 Monaten später ernten, schälen, polieren, dann wässern und wieder polieren.
Statt den Acker umzupflügen habe ich für mich das Büffelsurfen entdeckt. Ein bisschen Gleichgewicht braucht man schon dazu und dann müsst Ihr euch am Schwanz des Wasserbüffels festhalten, ähnlich wie beim Wasserskifahren und dann loooos;-) Das gab wieder Abenteuerpunkte und jede Menge Schlammflecken auf der Hose.
Bei unserer Gastfamilie habe ich endlich kapiert wie bei den vietnamesischen Rollen das Reispapier mit Stäbchen (!) gewickelt wird ohne dass die Füllung rausfällt. Beim nächsten Essen zeige ich es euch wie das geht. Nach einem köstlichen Mittagessen haben wir uns Hoi An angeschaut und die Gassen wirkten sehr südeuropäisch, wenn man sich die asiatischen Details wegdenkt. Außerdem besuchten wir einen Tempel, der der Behüterin der Seefahrer gewidmet ist. Ein weiteres Highlight: Eine Näherei, bei der Bilder nach Foto-Vorlagen genäht wurden. Leider durfte ich die Werke nicht fotografieren, aber stellt euch eine Fotografie vor, die von Hand genäht ist ?! Unglaublich! Und am Ende des Tages haben wir in einer Manufaktur unsere eigenen Laternen unter Anleitung junger Asiatinnen gebastelt. Dabei haben wir zu viel von dem Kleber geschnüffelt, sodass wir unsere Werke „Schnüffellaternen“ getauft haben;-) Bevor ich jetzt ganz abhebe, sage ich: Gute Nacht!





  



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