Hallo Ihr Lieben,
heute haben wir mit einem ausgiebigen Kulturprogramm von Hanoi Abschied genommen. Zuerst sind wir über die The Huc-Brücke (rote Brücke) zum Jadetempel spaziert und ich bin vollkommen dem Charme von Tik verfallen, die ich auf meinem Arm halte. Auf der Brücke habe ich noch scherzhaft gesagt, dass das wahrscheinlich eine Nachbildung der Golden Gate Bridge aus San Francisco ist, weil die Vietnamesen Meister des Kopierens sind und zwar nicht nur von edlen Marken und Statuen, sondern auch von Bauwerken. Das Original der Oper in Hanoi findet man in Paris, die Kopie des Brandenburger Tors steht in Hanoi und das Ho Chi Minh Mausoleum ähnelt sehr Lenins letzter Ruhestätte in Moskau. Vom Jadetempel, der viele Geiser und die Nachbildung einer über 100 Jahre alten Schildkröte, die im Huan Kiem See geborgen wurde, beherbergt, sind wir zum Literaturtempel gegangen, der Konfuzius gewidmet ist. Auch hier findet man an jeder Ecke Schildkröten, da sie die Weisheit symbolisieren und hier die erste Universität Vietnams ihren Ursprung hat. Ein zauberhafter Garten säumt die Anlage. Von da an sind wir wieder in die kommunistische Welt eingetaucht und haben das Ho Chi Minh Mausoleum besucht und die Wachablösung beobachtet, die ich euch wieder als kleinen Clip bereit stelle. Nicht weit davon besuchten wir die Einsäulen-Pagode, die König Ly Thai Tong 1149 in Form einer Lotusblume errichten ließ, nachdem er Vater eines Sohnes geworden ist. Heute ist der Holzstamm durch einen Betonpfeiler ersetzt, aber immer noch ein Magnet für Gläubige, v.a. solche mit einem Kinderwunsch. Nach einem späten Mittagessen (asiatische Pizza vier Jahreszeiten;-)) ging es zum Flughafen, wo wir noch die Einreiseformalitäten erledigen mussten, da wir für Laos ein Visum brauchen. Etwa eine Stunde (450 km) haben wir dann mit einer Propellermaschine (!) zurückgelegt, wobei ich die Bekanntschaft einer rumänischen Reisegruppe gemacht habe. Überhaupt stelle ich fest, dass ich sehr schnell Menschen kennenlerne. Allein heute habe ich mit einer Australierin, einem Iren, einer vietnamesischen Familie, einem japanischen Pärchen und dem rumänischen Herren gequatscht – alles Kontakte außerhalb meiner Reisegruppe. Nach über einer Woche ist meine Reisegruppe schon fast meine Ersatzfamilie geworden, wir alle helfen uns gegenseitig und die Stimmung ist – trotz kleiner Wehwehchen einiger Gäste – prima. Ich bringe ihnen jetzt täglich bei, wie sie beim Universum Gesundheit, Fülle und Glück bestellen und ihre Alltagssorgen lösen. Wie ihr sehen könnt, ist Miss Universum auch in Indochina am Werk;-). Jetzt fällt sie in Luang Prabang in einem himmlischen Hotel im Kolonialstil ins Bettchen. Gute Nacht!





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen