Montag, 24. März 2014

Hue: Marmor, Sand und Liebe


Hallo Ihr Lieben,

Heute Morgen habe ich die leckere Pho Bo-Suppe (Brühe mit Nudeln, Gemüse und Rindfleisch) sowie jede Menge Früchte (Maracuja, Papaya, Ananas, Orange) gefrühstückt, bevor wir über die Berge mit dem Wolkenpass nach Hue gefahren sind. Bei den Temperaturen esse ich gerne morgens Brühe, da man die Salze wegen des Schwitzens braucht. Und in der Tat habe ich mich bis auf den ersten Tag nicht schlapp gefühlt. Nach einer Stunde Fahrt haben wir eine Marmor-Manufaktur besucht, in der man wirklich alles bekommt, sogar eine lebensgroße Statue des David von Michelangelo. Mir hat es ganz besonders die Venus in der Hängematte angetan, wie ihr sehen könnt. Danach haben wir uns noch eine Räucherstäbchenherstellung angechaut und fuhren am Strand vorbei, auf dem natürlich kein Vietnamese zu finden ist. Ähnlich wie die Chinesen vermummen sie sich komplett vor der Sonne (ihr erinnert euch an die Mopedfahrer aus Ho Chi Minh Stadt), weil sie nicht braun werden wollen. Bleiche Haut gilt hier als Zeichen von Gesundheit und Erhabenheit. Ich hätte gerne mein Bodyboard dabei gehabt – die Wellen waren prächtig und KEIN einziger Surfer im Wasser sowie Sonnenanbeter am Strand...beste Surfbedingungen! Auf dem Weg in die Berge haben wir einige Hochzeiten am Straßenrand gesehen und bei einer einfach angehalten und Fotos gemacht. Es ist echt lustig: die Vietnamesen brauchen 2 Flaschen Bier und sind total betrunken, da ihnen ein Enzym fehlt, das den Alkohol abbaut. Sprachbarrieren gab es bei dieser Begegnung daher nicht;-)
Dann haben wir die Wettergrenze am Wolkenpass passiert, zu sehen gab es ein paar trostlose Bunker und die Temperaturen waren auf der anderen Seite gerade mal 2 Grad kälter, für den Vietnamesen allerdings ein Grund einen Anorak anzuziehen;-)
In der Nähe von Hue haben wir uns ein paar Kaisergräber angeschaut, aber da will ich gar nicht näher drauf eingehen, da alles ziemlich verfallen ist und gerade die Restauration beginnt. Was aber witzig war: Am Abend in einer Kneipe in Hue habe ich Staszek kennengelernt, einen Polen aus Katowice, er wohnt 15 km von meinem Geburtsort in Polen entfernt – die Welt ist wirklich klein und Vietnam ist der Nabel der Welt!







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