Hallo Ihr Lieben,
wieder schenkt mir das Leben ganz viele Erkenntnisse, die ich gerne mit euch teile. Die gute Nachricht vorneweg: Ich habe meine Stimme wieder, dem Universum sei Dank! Nach einem Frühstück mit viel scharfer Hühnerbrühe, die meine Erkältung lindert, brechen wir um 8 Uhr zur Tempelanlage Angkor Wat auf. Es hat schon 30 Grad im Schatten. Nach einer Stunde Besichtigung hat es 36 Grad und wir sind nass bis auf die Knochen und haben schon 1,5 Liter Wasser getrunken. Funktionsunterwäsche aus meinen Triathlonzeiten wäre jetzt sicher ideal, aber es ist nicht schlimm: Meine zweite Haut aus einst luftigen Klamotten klebt jetzt an mir. Das ist mir vollkommen egal: Ich kämme mir die nassen Haare zurück und mache jetzt eben einen auf Wet-Look;-).
Das stelle ich schon während der ganzen Reise fest: Vieles, was zu Hause so megawichtig erschien, hat hier vollkommen keine Bedeutung mehr und ich mache jeden Tag weitere Abstriche: Meine Spritze ist schon auf dem Hinflug kaputt gegangen – na und? Ich habe Flecken auf meinem T-Shirt – na und? Und wen stört schon das Loch in meiner Hose?! Wenn es mich nicht stört, dann niemanden – ganz einfach! Dafür schenkt mir Buddha sein Lächeln, eine Portion Gelassenheit und viel Vertrauen, Peter gibt eine Runde Wasser für alle aus und ich führe eine deutsche Touristin mit Höhenangst die steile Treppe vom Angkor Wat runter. Das Universum sorgt auf allen Ebenen für uns alle und Miss Universum steckt auch in Kambodscha alle mit ihrem Glauben an.
Ich häute mich hier jeden Tag, streife viele Dinge ab, lerne mich selbst neu kennen mit all’ meinen Fähigkeiten und inzwischen bin ich sehr neugierig darauf, welcher Kern da in mir zum Vorschein kommt. Jetzt bin ich etwas philosophisch geworden, ich weiß, aber das ist genauso spannend wie die ganze Reise quer durch Indochina.
Kommen wir nun zu meinem kulturellen Höhepunkt des Tages: Es war nicht der Angkor Wat, sondern der Ta Prohm – Kloster und Tempel mit buddhistischen und hinduistischen Einflüssen aus dem 12/13. Jh., bis in die letzte Mauerritze durchdrungen von Wurzeln und Blättern des Dschungels! Hier ist die Natur mit den Bauwerken in einer magischen Weise miteinander verschmolzen. Hier hat auch Angelina Jolie Tomb Raider gedreht und ich bekam eine Lektion darin, dass ein DVD-Player 20 Menschen glücklich machen kann;-)
Aber ganz im Ernst: Während des Rundgangs hatte ich Gänsehaut pur, vor allem als mich ein Baum umarmte und mir sowohl Schatten als auch Geborgenheit schenkte. Diesen Moment hat für mich Detlef im Bild festgehalten – Danke und Tschüss: Wir schauen uns jetzt ein Aspara-Tänzerinnen an.




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